Bei den Westfälischen Meisterschaften Gerätturnen Frauen
waren die 1860-Turnerinnen eine Klasse für sich. Obwohl noch nicht alle Übungen
fehlerfrei klappten, sicherten sich Nadine Jarosch (15) und Nicole Ster (12)
unangefochten die Meistertitel in ihren Altersklassen. Einen Wehrmutstropfen
gab es dagegen für Miriam Bergmann (12), die ausgerechnet im letzten Training
mit dem rechten Fuß umknickte und trotz Tapeverband nur am Barren ihr volles
Programm turnen konnte.
Insgesamt zeigte sich, dass die drei im Detmolder
Landesleistungszentrum betreuten Nachwuchsturnerinnen in Westfalen keine
Konkurrenz zu fürchten brauchen. Und im Hinblick auf die Deutschen
Jugendmeisterschaften, die ja am 19./20. Juni in Detmold stattfinden, stehen
die Chancen auf vordere Plätze gut. „Jetzt müssen wir an der Stabilität
arbeiten, damit die Übungen bis zur Landung beim Abgang in den sicheren Stand
gebracht werden können“, gab Michael Gruhl als verantwortlicher Trainer die
Linie für die verbleibende Vorbereitungszeit vor.
Wie es bei den „Deutschen“ aussehen soll, erlebten die
Zuschauer bei der Bodenübung von Nadine Jarosch. Mit einer fulminanten
Akrobatik sprang und tanzte sie über die Bodenfläche und erntete für ihren
erstmalig geturnten Tsukahara (Doppelsalto rückwärts mit ganzer Schraube)
Szenenapplaus und Begeisterungsrufe der Zuschauer. „Das war der Knaller dieser
Meisterschaften“, brachte es Stützpunktleiter Hans-Joachim Dörrer auf den Punkt
und freute sich mit Nadine über die Tageshöchstnote von 13,15 Punkten. Eine
ähnlich tolle Übung gelang Nicole Ster am Balken, wo sie als einzigste Turnerin
oben blieb und dafür zu Recht mit 12,80 Punkten als Höchstwertung an diesem
Gerät belohnt wurde.
Wünschen wir daher unseren drei TOP-Turnerinnen ein
verletzungsfreies Training, damit sie auch im Juni das Publikum in Detmold zu
Beifallsstürmen hinreißen können.