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Sonntag, 20. März 2011

Turnländerkampf der Frauen in Chemnitz

 

Nadine Jarosch als beste deutsche Turnerin auf dem Treppchen

 

Stützpunktleiter Hans-Joachim Dörrer verschlug es die Sprache. Und Trainer Michael Gruhl musste tief Luft holen, als er die Siegerliste bekam. Denn Nadine Jarosch hatte in ihrem ersten Länderkampf wieder Unglaubliches vollbracht. Als Jüngste im Turn-Team-Deutschland war sie gleich die Beste und stand als drittbeste Turnerin des Vierländerkampfes Großbritannien-Schweiz-Spanien-Deutschland auf dem Siegertreppchen. „Was Nadine in den vergangenen zwei Wochen beim Weltcup in Cottbus und jetzt in Chemnitz geleistet hat, ist herausragend“, lobte er die TOP-Ergebnisse seines Schützlings.

 

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Und stand damit nicht allein. Auch Bundestrainerin Ulla Koch attestierte Nadine Jarosch eine für ihr Alter schon außergewöhnliche Wettkampfstärke. „Ihr hohes technisches Niveau ist  ein wesentlicher Grund dafür, dass sie als einzige Turnerin aus dem Juniorenbereich schon jetzt den Sprung nach oben unter die Großen geschafft hat.“

 

Selbst ein Absteiger bei ihrer sonst fehlerfreien Balkenübung sowie ein Übertreten der Bodenfläche, als sie nach der zweieinhalbfachen Schraube am Schluss über die Markierung hinaussprang, konnten das positive Gesamtbild nicht trüben. Mit neuer persönlicher Mehrkampfleistung von 52,900 Punkten hatte Nadine hinter Céline van Gerner (NED/54,800) und Giulia Steingruber (SUI/53,100) wieder einmal alle überrascht und freute sich im Interview von DTB-TV, „dass ich die beiden Wochen heile überstanden habe“. Auf die Frage, ob die Leistungen von Cottbus und Chemnitz die Qualifikation für die Turn-EM in Berlin bedeuten, antwortete sie nüchtern: „Das entscheidet Frau Koch“. Und fügte hinzu: „Wenn die Entscheidung zu meinen Gunsten ausfallen sollte, würde ich mich wahnsinnig freuen. Dann würde ich erneut alles geben, um für Deutschland gut zu turnen.“ Drücken wir die Daumen, dass dieser Wunsch in Erfüllung geht.

 
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