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Turnländerkampf
der Frauen in Chemnitz
Nadine
Jarosch als beste deutsche Turnerin auf dem Treppchen
Stützpunktleiter Hans-Joachim Dörrer verschlug es die
Sprache. Und Trainer Michael Gruhl musste tief Luft holen, als er die
Siegerliste bekam. Denn Nadine Jarosch hatte in ihrem ersten Länderkampf wieder
Unglaubliches vollbracht. Als Jüngste im Turn-Team-Deutschland war sie gleich
die Beste und stand als drittbeste Turnerin des Vierländerkampfes
Großbritannien-Schweiz-Spanien-Deutschland auf dem Siegertreppchen. „Was Nadine
in den vergangenen zwei Wochen beim Weltcup in Cottbus und jetzt in Chemnitz
geleistet hat, ist herausragend“, lobte er die TOP-Ergebnisse seines Schützlings.
Und stand damit nicht allein. Auch Bundestrainerin Ulla Koch
attestierte Nadine Jarosch eine für ihr Alter schon außergewöhnliche
Wettkampfstärke. „Ihr hohes technisches Niveau ist ein wesentlicher Grund dafür, dass sie als einzige Turnerin aus
dem Juniorenbereich schon jetzt den Sprung nach oben unter die Großen geschafft
hat.“
Selbst ein Absteiger bei ihrer sonst fehlerfreien
Balkenübung sowie ein Übertreten der Bodenfläche, als sie nach der
zweieinhalbfachen Schraube am Schluss über die Markierung hinaussprang, konnten
das positive Gesamtbild nicht trüben. Mit neuer persönlicher Mehrkampfleistung
von 52,900 Punkten hatte Nadine hinter Céline van Gerner (NED/54,800) und
Giulia Steingruber (SUI/53,100) wieder einmal alle überrascht und freute sich
im Interview von DTB-TV, „dass ich die beiden Wochen heile überstanden habe“.
Auf die Frage, ob die Leistungen von Cottbus und Chemnitz die Qualifikation für
die Turn-EM in Berlin bedeuten, antwortete sie nüchtern: „Das entscheidet Frau
Koch“. Und fügte hinzu: „Wenn die Entscheidung zu meinen Gunsten ausfallen
sollte, würde ich mich wahnsinnig freuen. Dann würde ich erneut alles geben, um
für Deutschland gut zu turnen.“ Drücken wir die Daumen, dass dieser Wunsch in
Erfüllung geht.
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